Rechenzentrum · 1 Min. Lesezeit

Kabeltrassen im Rechenzentrum

Rechenzentren stellen besondere Anforderungen an Kabeltrassen: hohe Kabeldichte, strikte Trennung von Strom- und Datenverkabelung, Erdungskonzepte und planbare Erweiterbarkeit. Hier zahlen sich saubere Konzepte ab dem ersten Meter aus.

Trennung Strom und Daten

Strom- und Datenkabel werden in eigenen Trassen oder zumindest durch Trennstege getrennt geführt. Mindestabstände nach EN 50174 sind einzuhalten, um EMV-Probleme zu vermeiden.

Wärmeabfuhr und Kabeldichte

Hohe Kabeldichten führen zu Wärmebildung. Gitterrinnen bieten hier deutliche Vorteile durch freie Belüftung. Bei sehr dichten Bündeln sind Derating-Faktoren bei der Strombelastbarkeit zu beachten.

Erdung der Trasse

Im Rechenzentrum ist die Trasse Teil des Potentialausgleichs. Sie muss durchgehend leitfähig verbunden und mit der Erdungsanlage gekoppelt sein – mit zugelassenen Erdungssets, nicht über die Trassenverbinder allein.

Erweiterbarkeit planen

Reservequerschnitt von mindestens 30–50 % einplanen. Standardisierte Trassenführungen, klare Beschriftung und gleiche Komponenten erleichtern spätere Erweiterungen erheblich.